Togo
Malaria- und Aidsprävention in Togo (action medeor)
Laut der WHO (Weltgesundheitsorganisation) stirbt alle 30 Sekunden ein afrikanisches Kind an Malaria. In Togo sind 25 Prozent aller Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren auf eine Malaria-Infektion zurückzuführen. Auf 1,000 Einwohner kommt weniger als ein Arzt, Pharmazeut oder Krankenpfleger. Den wenigen lokalen Organisationen, die sich dem Kampf gegen Malaria verschrieben haben, fehlt oftmals das Geld für ihre Arbeit.
Action medeor unterstützt seit 1999 die togolesische Partnerorganisation Amitié et Action pour le Développement (2AD) in der Durchführung von Malaria- und Aidspräventionsprojekten. Nach dem erfolgreichen Abschluss eines solchen Präventionsprojektes in 30 togolesischen Dörfern, wurde 2007 eine neue Zusammenarbeit begonnen, um in 50 Dörfern Aufklärungsarbeit in den Bereichen Aids und Malaria zu leisten.
Hierzu wurden pro Region vier Projektassistenten, sowie pro Dorf fünf Multiplikatoren ausgebildet. Aufklärungsveranstaltungen und Diskussionsrunden, Videovorführungen sowie die Verteilung von Moskitonetzen waren Hauptbestandteil des Projekts. Die Bevölkerung wurde über Maßnahmen zur Vermeidung von Malaria-Infektionen informiert. Dabei bildeten die Beseitigung von potenziellen Brutstätten der Anopheles-Mücke, dem Überträger von Malaria, und die Benutzung von Moskitonetzen, die Schwerpunkte. Des Weiteren wurde zur Aufklärung der Bevölkerung über Übertragungswege von Malaria sowie Präventionsmaßnahmen in allen 50 Dörfern ein von 2AD produzierter Film gezeigt, dessen Vorführung mit einer Diskussionsrunde abgerundet wurde. Weiterhin wurden 10,000 dauerhaft imprägnierte Moskitonetze zu einem stark subventionierten Preis (0,76 €) in den Gemeinden verteilt. Im besonderen Fokus standen hierbei Mütter mit Babys und kleinen Kindern.
Die Dorfgemeinschaft wurde aktiv in die Aufklärungsarbeit einbezogen: Jeweils fünf Personen aus jedem Dorf, darunter ein Repräsentant des Dorfchefs, eine Repräsentantin der Frauenorganisation, eine junge Frau und ein junger Mann sowie ein Vertreter der lokalen Gesundheitseinrichtung, wurden als MultiplikatorInnen in der Malaria- und Aidsprävention fortgebildet und formten das Malaria- und Aids-Komitee ihres Dorfes, das aktive Aufklärungsarbeit leistete.
Das Projekt hatte eine Laufzeit von insgesamt 24 Monaten. In dieser Zeit wurden 250 Personen ausgebildet und mit Handzetteln, Postern und anderem Anschauungsmaterial ausgestattet. Wegen des großen Erfolges wird derzeit ein Anschluss- bzw. Erweiterungsprojekt geplant.






