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Was wir wollen

„Umfassende Malariakontrolle ist ein erreichbares Ziel. Mit nur 3US$ im Jahr, die jede Person in den reichen Ländern investiert, ist es möglich die umfassende Kontrolle von Malaria in Afrika zu finanzieren und universellen Zugang zu lebensrettenden Netzen, wirksamen Medikamenten und anderen Kontrollinstrumenten zu gewährleisten. Millionen von Leben könnten so in den kommenden Jahren gerettet und die wirtschaftliche Entwicklung in den betroffenen Ländern entscheidend vorangetrieben werden.  Diese historische Gelegenheit darf man nicht verpassen.“ Jeffrey Sachs (World Malaria Report 2005)

Malaria bedroht die Hälfte der Weltbevölkerung. Die Krankheit endet noch immer für fast eine Million Menschen jährlich mit dem Tod und verhindert soziale und wirtschaftliche Entwicklung in den ärmsten Ländern. Daher ist die aktive Bekämpfung von Malaria eine der wirkungsvollsten Methoden, um Armut zu verringern und eine gerechte und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

Dank gestiegener finanzieller Mittel und vermehrter Präventionsmaßnahmen in den vergangenen Jahren wissen wir, dass die Krankheit wirksam zurückgedrängt werden kann! Dennoch bedarf es zusätzlicher Anstrengungen und nachhaltiger Finanzierung der internationalen Gemeinschaft, um Malaria nicht nur regional, sondern weltweit wirkungsvoll zu kontrollieren und die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen.

 

STOP MALARIA NOW! setzt sich vor allem für die Erreichung der MDGs 4,5 und 6 ein:

  • Wir fordern ein verstärktes Engagement der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten im Kampf gegen Malaria, um universellen Zugang* zu lebensrettenden Malariamedikamenten und Moskitonetzen zu gewährleisten sowie die Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen.
  • Wir unterstützen einen integrativen Ansatz zur Erreichung der gesundheitsbezogenen Millenniumsentwicklungsziele, der
  • die Stärkung lokaler Gesundheitssysteme in den Fokus nimmt.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass die EU und ihre Mitgliedsstaaten mehr finanzielle Mittel für Malaria bereitgestellen und diese Finanzmittel auch vorhersehbar und langfristig verfügbar sind.
  • Wir treten für eine effektive Partnerschaft zwischen der internationalen Gemeinschaft und den von Malaria betroffenen Menschen ein, um eine verbesserte Organisations- und Infrastruktur für die Bereitstellung von Malariakontrollmaßnahmen zu gewährleisten.
  • Wir erkennen an, dass Forschung, Entwicklung und Produktion neuer Medikamente und Insektizide weiterhin von größter Bedeutung sind, insbesondere im Hinblick auf vermehrte Resistenzen gegen bestehende Wirkstoffe.
  • Wir machen uns dafür stark, dass Präventions- und Behandlungsmaßnahmen vor allem für besonders von Malaria betroffene  Menschen verfügbar und zugänglich sind.

 


* Wie  2008 vom UN Generalsekretär in den Malaria Universal Coverage targets definiert, beinhaltet ein „universeller Zugang“ flächendeckende und lokal zugängliche Anti-Malaria-Maßnahmen für die gesamte gefährdete Bevölkerung. Dies bedeutet zum Beispiel, dass Malaria innerhalb von 24 Stunden diagnostiziert und behandelt werden kann, und dass die Gesundheitsbelastung durch Malaria im Vergleich zum Jahr 2000 halbiert wird.